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	<title>Neuzeit &#8211; archäologie bnb</title>
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	<title>Neuzeit &#8211; archäologie bnb</title>
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		<title>Rittergut Biesdorf</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Feb 2018 09:59:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein Wohnbauprojekt auf dem Areal des ehemaligen Ritterguts Alt-Biesdorf im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf machte archäologische Untersuchungen erforderlich. Zu diesem Zweck wurden im August und September vergangenen Jahres 15 Sondageschnitte angelegt. Dabei konnten urgeschichtliche und neuzeitliche Befunde dokumentiert werden. Es lassen sich drei unterschiedliche archäologische Zonen erkennen. Der zentrale und nördliche<a class="moretag" href="https://archaeologie-bnb.de/rittergut-biesdorf/"> Weiterlesen&#8230;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Wohnbauprojekt auf dem Areal des ehemaligen Ritterguts Alt-Biesdorf im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf machte archäologische Untersuchungen erforderlich. Zu diesem Zweck wurden im August und September vergangenen Jahres 15 Sondageschnitte angelegt. Dabei konnten urgeschichtliche und neuzeitliche Befunde dokumentiert werden. Es lassen sich drei unterschiedliche archäologische Zonen erkennen. Der zentrale und nördliche Bereich der Prospektion wies vor allem neuzeitliche Architekturreste auf, die drei Bebauungsphasen zugeordnet werden konnten.<br />
1887 erwarb die Familie Siemens das ehemalige Rittergut Biesdorf, das bis 1919 in ihrem Besitz blieb. In dieser Phase wurde ein heute unter Denkmalschutz stehender Rinderstall mit einer innovativen Stampfbetondecke errichtet, zudem ein zugehöriger Hallenbau, dessen Fundamentreste ebenfalls erfasst werden konnten.<br />
Aus der Mitte des 19. Jh. stammt eine Spiritusbrennerei, deren vollständige Südseite noch im Boden erhalten war. Sie war 1887 das einzige ältere Gebäude, das man weiterhin nutzte; lediglich die hölzernen Maischbottiche wurden durch Metallbehälter ersetzt. Einer dieser ausgemusterten Holzbottiche wurde bei der diesjährigen Prospektion entdeckt. Aus dem 17./ 18. Jh. stammt ein Verbund aus Steinpflaster und Fundamentmauer. Das Pflaster war sowohl innen als auch außen an die Mauer gesetzt und hatte auf der Außenseite in Traufweite eine Abflussrinne. Auf der Innenseite hingegen war in eine Aussparung des Pflasters ein Krug gelb glasierter Irdenware eingelassen.</p>
<p><a href="https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/GutBiesdorf_Pflaster_17-18JH.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/GutBiesdorf_Pflaster_17-18JH-300x210.jpg" alt="" class="alignnone wp-image-154 size-medium" width="300" height="210" srcset="https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/GutBiesdorf_Pflaster_17-18JH-300x210.jpg 300w, https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/GutBiesdorf_Pflaster_17-18JH.jpg 730w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><br />
In großen Teilen des Grundstücks ließen sich urgeschichtliche Besiedlungsspuren feststellen, wobei sie sich im Osten und Westen besonders konzentrieren. Im östlichen Bereich konnten überwiegend Pfostengruben dokumentiert werden. Einzelne Reihen und Konzentrationen vermitteln den Eindruck, dass es bei der weiteren Untersuchung möglich sein wird, Gebäudegrundrisse zu identifizieren. In der westlichen Befundgruppe ist vor allem ein Brunnen bemerkenswert. Ein dunkler humoser Ring im Planum stammt vom inzwischen vergangenem Flechtwerk, mit dem der Brunnen ausgekleidet war. Datiert wird er durch spätbronze- bis früheisenzeitliche Keramik in der Verfüllung. Außerdem fanden sich im Brunnen noch das Fragment eines polierten Steinbeils sowie eine seriell gefertigte Silexklinge.</p>
<p><a href="https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/GutBiesdorf_Brunnen_sBZ-fEZ.jpg"><img decoding="async" src="https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/GutBiesdorf_Brunnen_sBZ-fEZ-300x300.jpg" alt="" class="alignnone wp-image-151 size-medium" width="300" height="300" srcset="https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/GutBiesdorf_Brunnen_sBZ-fEZ-300x300.jpg 300w, https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/GutBiesdorf_Brunnen_sBZ-fEZ-150x150.jpg 150w, https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/GutBiesdorf_Brunnen_sBZ-fEZ.jpg 594w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><br />
Die Auswertung der im Winter 2017 durchgeführten Hauptuntersuchung, die sich auf die Areale mit der dichtesten Befundkonzetration erstreckte, steht noch aus und wird in Kürze ergänzt.</p>
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		<title>Eberswalde, Töpferhöfe</title>
		<link>https://archaeologie-bnb.de/eberswalde-toepferhoefe/</link>
		
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		<pubDate>Mon, 05 Feb 2018 14:31:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Auf dem Areal der sogenannten Töpferhöfe nahe der Altstadt von Eberswalde soll ein viergliedriger Wohnbau errichtet werden. Um die Spuren der mittelalterlichen und neuzeitlichen Besiedlung vor der Zerstörung durch die Baumaßnahme zu dokumentieren wurden vier Schnitte angelegt. Der hohe Grundwasserstand, der die Arbeiten teils stark behinderte, bedeutete andererseits aber auch<a class="moretag" href="https://archaeologie-bnb.de/eberswalde-toepferhoefe/"> Weiterlesen&#8230;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem Areal der sogenannten Töpferhöfe nahe der Altstadt von Eberswalde soll ein viergliedriger Wohnbau errichtet werden. Um die Spuren der mittelalterlichen und neuzeitlichen Besiedlung vor der Zerstörung durch die Baumaßnahme zu dokumentieren wurden vier Schnitte angelegt. Der hohe Grundwasserstand, der die Arbeiten teils stark behinderte, bedeutete andererseits aber auch eine hervorragende Holzerhaltung durch Sauerstoffabschluss unter Wasser. Die erhaltenen Hölzer konnten dendrochronologisch in das 13. bis 16. Jh. datiert werden.</p>
<p><a href="https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/Kachel-Eberswalde-Bischof.jpg"><img decoding="async" src="https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/Kachel-Eberswalde-Bischof-168x300.jpg" alt="" class="alignright wp-image-162 size-medium" width="168" height="300" srcset="https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/Kachel-Eberswalde-Bischof-168x300.jpg 168w, https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/Kachel-Eberswalde-Bischof-768x1373.jpg 768w, https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/Kachel-Eberswalde-Bischof-573x1024.jpg 573w, https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/Kachel-Eberswalde-Bischof.jpg 800w" sizes="(max-width: 168px) 100vw, 168px" /></a>Unerwartet und in dieser Menge selten ist der Fund von Ofenkacheln aus drei Jahrhunderten. Die reichhaltig gestalteten und grün oder schwarz glasierten Stücke zeigen Motive aus der Bibel, Heilige oder berühmte zeitgenössische Personen. Neuzeitlich Keramik fand sich in den beiden dokumentierten Holzkastenbrunnen.<br />
Der Name &#8222;Töpferhöfe&#8220; ist auch durch eine Grube mit Fehlbränden archäologisch fassbar, da so eine Keramikproduktion in der unmittelbaren Nähe belegt werden kann.<br />
Desweiteren konnten in allen Schnitten verschiedene Siedlungshorizonte dokumentiert werden. Aufgrund dieser Befunde und Funde ist von einer durchgehenden Besiedlung seit dem Mittelalter auszugehen.</p>
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		<title>Prenzlau, Neustadt</title>
		<link>https://archaeologie-bnb.de/prenzlau-neustadt-57-61/</link>
		
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		<pubDate>Fri, 02 Feb 2018 14:36:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Am Rand der Prenzlauer Altstadt konnte in einer Baulücke vor Errichtung eines Mehrfamilienhauses die mitttelalterliche und frühneuzeitliche Bebauung dokumentiert werden. Bemerkenswert war die gute Holzerhaltung aufgrund des hohen Grundwasserspiegels in unmittelbarer Nähe des Uckersee. So konnten von der Fundamentierung der Wohnbauten und dem Bohlenweg, der die Hofeinfahrt befestigte, eine Reihe<a class="moretag" href="https://archaeologie-bnb.de/prenzlau-neustadt-57-61/"> Weiterlesen&#8230;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Rand der Prenzlauer Altstadt konnte in einer Baulücke vor Errichtung eines Mehrfamilienhauses die mitttelalterliche und frühneuzeitliche Bebauung dokumentiert werden. Bemerkenswert war die gute Holzerhaltung aufgrund des hohen Grundwasserspiegels in unmittelbarer Nähe des Uckersee. So konnten von der Fundamentierung der Wohnbauten und dem Bohlenweg, der die Hofeinfahrt befestigte, eine Reihe von Dendrodaten gewonnen werden, die überwiegend Fälldaten aus dem 13. Jh. abbilden. In dieser Zeit entsteht aus den slawischen und frühdeutschen Siedlungskernen am Nordufer des Uckersees die mittelalterliche und später Hansestadt Prenzlau.</p>
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		<title>Teltow, Ritterstraße</title>
		<link>https://archaeologie-bnb.de/teltow-ritterstrasse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[totalstation]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Feb 2018 10:21:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die vielen prähistorischen Befunde in der Altstadt Teltow ließen vermuten, dass auch auf dem hier untersuchten Gelände unterhalb der mittelalterlichen bis neuzeitlichen Schichten oder in den nicht bebauten Hof- und Gartenarealen weitere vorgeschichtliche Befunde anzutreffen sind. Daneben wurden im Altstadtgebiet von Teltow aber auch prähistorische Grab- und Siedlungsfunde entdeckt, die<a class="moretag" href="https://archaeologie-bnb.de/teltow-ritterstrasse/"> Weiterlesen&#8230;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die vielen prähistorischen Befunde in der Altstadt Teltow ließen vermuten, dass auch auf dem hier untersuchten Gelände unterhalb der mittelalterlichen bis neuzeitlichen Schichten oder in den nicht bebauten Hof- und Gartenarealen weitere vorgeschichtliche Befunde anzutreffen sind. Daneben wurden im Altstadtgebiet von Teltow aber auch prähistorische Grab- und Siedlungsfunde entdeckt, die belegen, dass Teltow schon in der Zeit der ausgehenden Bronzezeit und beginnenden Eisenzeit dicht besiedelt war. Die leicht erhöhte Lage über dem Bäkefließ und dem ehemaligen Schönower See sicherten den Zugang zu Wasser und Fischgründen bei gleichzeitigem Schutz vor Überschwemmung.</p>
<p><a href="https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/Übersicht_Baubefunde_web.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/Übersicht_Baubefunde_web-212x300.jpg" alt="" class="alignnone wp-image-214 size-medium" width="212" height="300" srcset="https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/Übersicht_Baubefunde_web-212x300.jpg 212w, https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/Übersicht_Baubefunde_web-768x1086.jpg 768w, https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/Übersicht_Baubefunde_web-724x1024.jpg 724w, https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/Übersicht_Baubefunde_web.jpg 1999w" sizes="(max-width: 212px) 100vw, 212px" /></a>   <a href="https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/Übersicht_prähist-Befunde_web.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/Übersicht_prähist-Befunde_web-212x300.jpg" alt="" class="alignnone wp-image-215 size-medium" width="212" height="300" srcset="https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/Übersicht_prähist-Befunde_web-212x300.jpg 212w, https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/Übersicht_prähist-Befunde_web-768x1087.jpg 768w, https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/Übersicht_prähist-Befunde_web-724x1024.jpg 724w, https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/Übersicht_prähist-Befunde_web.jpg 1000w" sizes="(max-width: 212px) 100vw, 212px" /></a></p>
<p>Die bauvorbereitenden archäologischen Untersuchen der Grundstückes Ritterstraße 15 in Teltow in den Jahren 2014-2016 konnten in erster Linie Baustrukturen (Fundamentmauern, Kellergelasse) der ehemaligen Wohnbebauung dokumentieren. Diese stammen hauptsächlich aus der Neubebauung der Grundstückes nach dem letzten großen Stadtbrand von 1801. Die einzelnen Bauphasen der Wohnhauses entlang der Straßenfront und der sich nach Norden hin anschließenden Wirtschaftsgebäude lassen sich gut anhand der vorhandenen Bauakten nachvollziehen und datieren. Nach dem Stadtbrand erfolgte der Wiederaufbau der Wohnhauses. Der kontinuierliche Ausbau der Ställe und Scheunen zog sich bis in die 1. Hälfte des 20. Jh.t Zum Ende des 2. Weltkrieges wurde das Vorderhaus komplett zerstört. Zeitnah erfolgte die Einebnung der Ruine. Die hinteren ehemaligen Wirtschaftsgebäude blieben erhalten und wurden während der folgenden Jahre durch weitere Anbauten ergänzt und als Wohnung beziehungsweise Werkstätten genutzt.<br />
Bisher ist nicht eindeutig geklärt, ob das Grundstück auch vom Stadtbrand 1711 betroffen war. Dies konnte auch die aktuelle Grabung nicht klären. Die Erdeingriffe fanden nur in den Bereichen den letzten Bebauungsphase statt, dort waren die Siedlungsschichten meist durch die Bebauung von nach 1801 so gestört und verlagert, dass ältere evtl. Baustrukturen sich nicht eindeutig zuordnen ließen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/Teltow_Profil_Schichten_web-1024x558.jpg" alt="" class="size-large wp-image-213 aligncenter" width="750" height="409" srcset="https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/Teltow_Profil_Schichten_web-1024x558.jpg 1024w, https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/Teltow_Profil_Schichten_web-300x163.jpg 300w, https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/Teltow_Profil_Schichten_web-768x418.jpg 768w, https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/Teltow_Profil_Schichten_web.jpg 2004w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></p>
<p>An Funden konnte das bei Stadtkerngrabungen zu erwartende Repertoire an Keramik, Metallen und Knochen geborgen werden. Zeitlich spiegeln die Funde die komplette Zeit von Gründung der Stadt Teltow (13. Jh.) bis zur DDR wieder. Das relativ profane Fundmaterial lässt vermuten, dass die hier ansässigen Bewohner nur über einen recht bescheidenen Wohlstand verfügten, obwohl das Grundstück sehr zentral gelegen war. Da aber Teltow bis in das 20. Jh. ein recht kleines und bescheidenes Ackerbürgerstädtchen war, ist es nicht verwunderlich, dass auch die „reichen“ Einwohner nur sehr überschaubare Güter besaßen. Die recht kleinen und schlichten Bürgerhäuser, wie sie auch heute noch in der Altstadt zu sehen sind, zeugen von der damaligen „Armut“ der Teltower im Vergleich zu anderen Städten der Zeit.</p>
<p>Überraschend war, dass trotz der dichten und intensiven historischen Bautätigkeit noch eine große Anzahl an prähistorischen Befunden dokumentiert werden konnte. Diese befanden sich in dichter Konzentration vor allem im Bereich der Baugrube für das Hinterhaus. Zeitlich können sie anhand der Keramik in die späte Bronzezeit bis frühe Eisenzeit datiert werden. Die gefundenen Silexartefakte könnten auf eine frühere neolithische (evtl. mesolithische) Besiedlungsphase hinweisen, die aber anhand der Befundlage bisher nicht eindeutig nachweisbar ist.</p>
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		<title>Ofenkachel &#8222;St. Nikolaus&#8220; . Neuzeit</title>
		<link>https://archaeologie-bnb.de/ofenkachel-st-nikolaus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[totalstation]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Feb 2018 12:59:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Objekte]]></category>
		<category><![CDATA[Bischof]]></category>
		<category><![CDATA[Eberswalde]]></category>
		<category><![CDATA[Neuzeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Die bauvorbereitende Untersuchung in Eberswalde erbrachte eine große Menge von renaissancezeitlichen, grün glasierten Ofenkacheln mit christlichen und weltlichen Motiven. Besonders gut erhalten war eine Nischenkachel aus Irdenware, die einen lockigen Bischof im blattartig geschmückten Ornat mit einem flatternden, leeren Spruchband in der rechten Hand zeigt. Im oberen Bereich ist in<a class="moretag" href="https://archaeologie-bnb.de/ofenkachel-st-nikolaus/"> Weiterlesen&#8230;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die bauvorbereitende Untersuchung in Eberswalde erbrachte eine große Menge von renaissancezeitlichen, grün glasierten Ofenkacheln mit christlichen und weltlichen Motiven. Besonders gut erhalten war eine Nischenkachel aus Irdenware, die einen lockigen Bischof im blattartig geschmückten Ornat mit einem flatternden, leeren Spruchband in der rechten Hand zeigt.<br />
Im oberen Bereich ist in gotischer Minuskel, unterbrochen von der Mitra, zu lesen: k o l (Mitra) a u<br />
Ein Vergleich mit Kacheln des sog. &#8222;Halberstädter&#8220; oder &#8222;Goslarer&#8220; Typs zeigt eine Herkunft des Gestaltungsmotivs aus dem östlichen Mittelgebirgsraum, auch wenn bislang keine exakte Parallele bekannt ist. Nicht nur die Kacheln selbst, auch die zur Abformung des Motivs verwendeten Vorlagen (Matrizen) können über weite Strecken transportiert worden sein.<br />
Die Fundumstände in einem Brunnen, der nicht vor 1467 errichtet wurde, passen zur kunsthistorischen Einordnung in die Zeit um 1500 bis zur ersten Hälfte des 16. Jh.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/Kachel-Eberswalde-Bischof_kombi_klein.jpg" alt="" class="alignnone wp-image-268 size-full" width="800" height="680" srcset="https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/Kachel-Eberswalde-Bischof_kombi_klein.jpg 800w, https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/Kachel-Eberswalde-Bischof_kombi_klein-300x255.jpg 300w, https://archaeologie-bnb.de/wp-content/uploads/2018/02/Kachel-Eberswalde-Bischof_kombi_klein-768x653.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<p>Insgesamt konnten bei der Hauptuntersuchung in Eberswalde über 100 einzelne<br />
Kachelfragmente geborgen werden, deren zeitliches Spektrum von etwa 1500 bis in das 18. Jh. reicht. Hinweise auf eine Produktion der Kacheln vor Ort wurden nicht festgestellt. Offenbar scheint aber zumindest ein Teil der Eberswalder Bürgerschaft vermögend genug gewesen zu sein, um sich einen solchen repräsentativen Kachelofen zu leisten und mit Motiven von bekannten mitteleuropäischen Werkstätten ausstatten zu lassen.</p>
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